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Checkliste für den Artenschutz

Veröffentlicht am Do,
28. Feb 2019

Die Bienen sind noch nicht gerettet. Was kann der Einzelne für den Erhalt der Artenvielfalt beitragen?

Wir haben es geschafft: das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ ist das erfolgreichste Volksbegehren in der Geschichte Bayern!

Doch das heißt nicht, dass der Gesetzesentwurf für den wir unsere Stimme gegeben haben nun sofort Teil des Gesetzes wird. Dafür muss der Gesetzesentwurf des Volksbegehrens erst von der Staatsregierung angenommen werden.

Was heißt das genau?

Das Volksbegehren war erfolgreich, da sich in der festgelegten Zeit mehr als 1 Millionen Bürger eingetragen haben – 1,7 Millionen um genau zu sein.

Darum nimmt das Volksbegehren nun den gesetzlichen Lauf. Das heißt, dass der Gesetzesentwurf bald der Bayerischen Staatsregierung vorgelegt wird. Diese kann den Entwurf annehmen oder ablehnen.

Annehmen/Ablehnen – Welche Konsequenzen hätten die Entscheidungen?

Der Landtag kann den Gesetzesentwurf annehmen. Dann wird der Entwurf so wie er ist zum Gesetz. Das ist allerdings eher unwahrscheinlich.

Der Landtag kann den Gesetzesentwurf ablehnen. Dann überlegt sich der Landtag einen alternativen Gesetzesentwurf. Dann kommt es zum Volksentscheid und die Wahlberechtigten in Bayern entscheiden, welchen Gesetzesentwurf sie haben wollen.

 

Ministerpräsident Markus Söder hat angekündigt, dass er einen Gesetzesentwurf als Alternative vorlegen möchte. Er möchte mit den Initiatoren des Volksbegehren und den Kritikern sprechen, um mögliche Kompromisse zu finden beziehungsweise um über einen alternativen Gesetzesentwurf sprechen, mit dem die Landwirte einverstanden wären.

Die Staatsregierung hätte mit einem eigenen Gesetzesentwurf aber auch die Möglichkeit das Artensterben noch umfangreicher zu verhindern, als es über ein Volksbegehren möglich ist. Das Aktionsbündis besteht darauf, dass die Messlatte für einen Entwurf des Landtags mindestens der Gesetzesentwurf des Volksbegehrens ist, für den wir unterschrieben haben.

Was heißt das für die Bienen?

Das heißt, die Bienen sind noch nicht gerettet. Und mehr als dass, denn es geht ja nicht nur um die Bienen, wie der plakative Name der Kampagne des Volksbegehren vermuten lässt. Es geht dem Aktionsbündnis Artenvielfalt um folgende Ziele: „Ziel des […] Volksbegehrens ist es, Bayern zum Vorreiter des Naturschutzes und der Ökologisierung der Landwirtschaft in Deutschland zu machen. Bayernweit sollen Biotope vernetzt werden, um das Aussterben von Bienen, Schmetterlingen, Vögeln, Feldhasen und anderen Arten zu verhindern. Das Ausbringen von Pestiziden soll eingedämmt werden. Der Ausbau der biologischen Landwirtschaft soll gesetzlich festgelegten Zielen folgen – erstmals in Deutschland.“ Aber bis diese Ziele tatsächlich im bayerischen Gesetz verankert werden, wird noch Zeit vergehen.

Was kann ich für den Erhalt der Artenvielfalt tun?

Ein schärferes Naturschutzgesetz bedeutet für die Landwirtschaft Grunde genommen: weniger Pestizide, mehr Bio! Dies führt zu mehr Wohnraum für Insekten, beispielsweise durch wilde Wiesen.

Doch jeder einzelne kann in kleinem Maßstab zum Erhalt der Artenvielfalt beitragen.

Mehr Biolebensmittel kaufen

Weil in der Biolandwirtschaft der Einsatz von Dünger und Pestiziden reduziert ist.

 

Blumenwiese statt Betongarten

Bienenwiesen sind nicht nur ein Hingucker: Sie sind eine Nahrungsquelle für viele Insekten. Samenmischungen sind so zusammengestellt, dass die wachsenden Pflanzen nacheinander die ganze Saison blühen.

 

Weniger Rasenmähen und Blumen stehen lassen

Englischer Rasen ist für Bestäuber praktisch wertlos. Wer nur alle zwei/drei Wochenmäht, hat eine höhere Blumenanzahl und schafft hierdurch überraschen nützliche Lebensräume. Nicht nur ökologisch – spart auch Zeit!

 

Bienenfreundlicher Balkon/Garten

Die Pflanzenwahl sollte möglichst auf einheimische Pflanzen fallen, da sich unter anderem Wildbienen an lokale Nahrungspflanzen angepasst haben. Wählen Sie Pflanzen aus verschiedenen Familien aus Bio-Anbau, die von früh bis spät im Jahr blühen. Sie bieten den Insekten Nahrungsquellen und im Gegenzug bestäuben die Insekten ihre Obst- und Gemüsepflanzen.

 

Öffentliche Wiesen: Samen von Bienenfreundlichen Blumen aussäen

Statt monotonem Rasen können öffentliche Wiesen mit Kräutern, Gräsern und Blumen beeindrucken. Manche Landkreise ergreifen selber bereits die Initiative, beispielsweise Pfaffenhofen.

 

Insektenhotel aufstellen

Bauen Sie selber ein Insektenhotel oder besorgen Sie sich eins, das sie im Garten, am Balkon oder an Ihrem Arbeitsplatz aufstellen/-hängen.

 

Wassertränke aufstellen

Eine simple mit Wasser gefüllte Schale ist bestens geeignet für Igel, Vögel und Insekten. Als Landeflächen für Fluginsekten bieten sich flache Steine, Holzstückchen oder Korken an, die aus dem Wasser herausragen. Regelmäßig mit kochendem Wasser reinigen.

 

Politisch Einsetzen für die Agrarwende

Subventionen sollten an gesamtgesellschaftliche Leistungen der Landwirtschaft gehen, zum Beispiel mit gesellschaftlichem und ökologischem Nutzen wie Umwelt- und Tierschutz, und nicht mehr an Fläche.

 

Hecken aus heimischen Sträuchern

Im Gegensatz zu exotischen Sträuchern, deren Früchte hier nicht ausreifen, bieten heimische Hecken der Tierwelt über das ganze Jahr einen gedeckten Tisch. Dadurch bieten sie nicht nur Nahrung, sondern gleichzeitig Lebensraum für zahlreiche Insekten und Tiere.

 

Nistkästen für Fledermäuse

In Deutschland gibt es 22 Fledermausarten, die alle in ihrem Bestand gefährdet oder vom Aussterben bedroht sind. Durch das Anbringen von Fledermausnistkästen schaffen Sie zusätzliche wertvolle Quartiere für die bedrohten Tiere.

 

Saisonale und regionale Küche

Legen Sie beim Kochen und Backen Wert auf frische Zutaten aus der Region. Welche Lebensmittel in welchen Monaten hier als Freiland- oder Lagerware zur Verfügung stehen, finden Sie mit spannenden Rezepten in unserem Saisonkalender.

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