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Bioland
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Bayerisches Bio-Siegel
Slowfood

Regional – mit Senf & Siegel

Veröffentlicht am Mi,
01. Jun 2016
Wir produzieren als Biolandbetrieb auch regional. Und das seit 28 Jahren. So regional wie möglich zu sein, ist für uns schon seit den Achtzigern in jedem Produktionsschritt eine Selbstverständlichkeit: im Landbau, in der Verarbeitung, mit jedem Glasl. Und wenn man so will, auch im Herzen. Zu Ende gedacht bedeutet regionales Bio für uns beständige Fairness.

Es war uns von Anfang an wichtig, den achtsamen Umgang mit der Natur in unseren Bio-Produkten zu schmecken, so wie für uns auch seit jeher ein achtsamer Umgang  im alltäglichen Miteinander unabdingbar ist. Es bedeutet uns viel, mit unseren Geschäftsfreunden, unseren Kunden und mit jedem Mitarbeiter auf Augenhöhe zu sein, damit jeder in seinem eigenen Tun und mit seinen Ideen gesund wachsen kann.

Tradition statt Trendbrettfahrer


Lange vor dem Öko-Boom sind wir bereits jahrzehntelang mit Bio-Blinker auf Regionalspur und sind kein bisschen davon abgekommen. Als unser Firmenchef Theo Hartl in den Achtzigern die „Münchner Kindl“ Rezepturen von seinem Vater übernahm, war eine konventionelle Herstellung bereits undenkbar. Mit unserem Senf in 100 Prozent reiner Bioqualität betraten wir damals als erster Bio-Senf-Hersteller wahres Neuland. Dass wir dabei für unsere Herstellungsprozesse auf regionale Rohstoffe setzten, erschien uns nur konsequent. Der Verzicht auf Gentechnik, Spritzmittel und billige Ökoimporte ist für uns kein neuer Food-Hype sondern die Frage einer unternehmerischen Haltung.




Heimisches Bio für die Zukunft


Der Erfolg meinte es gut mit uns. Die Nachfrage nach unseren hausgemachten Senfen wuchs mit jedem Jahr, bei Kunden gleichermaßen wie bei Geschäftsfreunden. So arbeiten wir unabhängig von unseren „Münchner Kindl“-Vertriebswegen seit 1996 unter anderem mit der „Unser Land GmbH“ aus Egenhofen zusammen. Einem großflächigen Netzwerk, das in beeindruckender Vielfalt Bio-Lebensmittel aus bayerischem Handwerk und bayerischer Landwirtschaft über den Einzelhandel anbietet.



Wir sind auch sehr froh über die Partnerschaft mit der „Kramerbräu Saaten & Öle GmbH“ aus Pfaffenhofen an der Ilm, gleich hier in der Holledau, quasi ums bayrische Eck. Der Naturlandhof versorgt uns als Großabnehmer seit 20 Jahren mit heimischen Bio-Rohstoffen. Dazu zählen ernteabhängig pro Jahr im Durchschnitt ca. 40 Tonnen von feinstem Senfkorn und im Durchschnitt ca. 60.000 Liter Sonnenblumenöl aus Biolandwirtschaft. Um einen regionalen Bio Landbau wie diesen für uns als regionaler Bio-Feinkosthersteller auch in Zukunft sichern zu können, haben wir 2014 erneut investiert: in eigene 270 Hektar große Anbauflächen bei Pfaffenhofen.



Erfahrene Bio-Landwirte bauen dort gemeinsam mit Markus Pscheidel und seinem 25-köpfigen Kramerbräu-Team für uns weitere Sonnenblumen und Senfpflanzen nach Biolandrichtlinien an. Sie kümmern sich dabei um alles, was sich für einen biologischen  Anbau gehört. Etwa darum, dass unsere Senfpflanzen in 100-prozentiger Bioqualität gesät werden, dass sie geerntet, gedroschen und als Senfkörner gereinigt und gelagert werden, bis sie schließlich in unsere Manufaktur in Fürstenfeldbruck gelangen.



Frisch besiegelt und erkennbar


Bio-Zertifizierung und regionale Herkunft gehören fest zusammen. Doch was sich klar anhört, ist für die meisten Verbraucher von Bio-Lebensmitteln spätestens beim Kauf unklar. Es ist für sie oftmals nicht eindeutig, ob ein Produkt automatisch auch aus der Region stammt, wenn „bio“ auf dem Etikett steht. Oder umgekehrt. Obwohl viele Verbraucher in den letzten Jahren eine wachsende Bereitschaft zeigen, für heimische Bio-Produkte mehr Geld auszugeben. Sie schätzen den Mehrwert von regionalen Biowaren wie Frische, kurze Transportwege und eine nachvollziehbare Erzeugung. Und sie nehmen bei Bedarf dafür sogar einen höheren Kaufpreis an - vorausgesetzt sie wissen genau, wofür.



Ein Problem, dem das bayerische Landwirtschaftsministerium mit Nachdruck zeitnah entgegen-wirken möchte: Ein neues bayerisches Gütesiegel soll, wenn alles planmäßig läuft und EU-rechtlich genehmigt ist, bereits in wenigen Monaten mit dem Kennzeichen „Kontrollierte Bioqualität aus Bayern“ auf den ersten regionalen Bio-Produkten für eindeutige Transparenz sorgen. Die Auflagen für Lebensmittelhersteller, das neue bayerische Gütesiegel an ihren Produktverpackungen einzusetzen, sind sehr streng. Nicht jeder Lebensmittelhersteller darf seine Waren mit diesem Siegel auszeichnen.

Bei den Qualitätskriterien, so heißt es in einem Online-Beitrag der Nachrichtenredaktion des BR Rundfunks Mittelfranken, würde man sich für das bayerische Bio-Siegel, nach Aussagen des bayerischen Landwirtschaftsministeriums, an den Standards der Öko-Landbauverbände orientieren. Diese lägen deutlich über den Vorgaben der EG-Öko-Verordnung. Kriterien, die uns von Münchner Kindl bestätigen und freuen. Weil Verbraucher mithilfe des Siegels auf den ersten Blick erkennen, welche Bio-Produkte nachweisbar aus Bayern stammen und sie damit zukünftig gezielter zu heimischen Bio-Lebensmitteln greifen können.


Theo Hartl
Inhaber Münchner Kind Senf