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Senfbienen für den Artenschutz

Veröffentlicht am Mo,
24. Jun 2019

Endlich ist es soweit! Der Senf blüht und wir können unser nachhaltiges Projekt Senfbiene durchführen. Die Bienenkästen stehen auf dem Senffeld und wir haben den blühenden Acker für euch besucht!

Wo der Senf gelb blüht

Nachdem wir euch im April das Projekt Senfbiene vorgestellt haben und im Mai einen Zwischenbericht nach einem Treffen mit den Kooperationspartnern veröffentlicht haben, berichten wir heute vom blühenden Senffeld in Gerolsbach, bei Pfaffenhofen an der Ilm.

Bei dem am Hügel liegenden Acker handelt es sich um eines der betriebseigenen Felder von Kramerbräu. Kramerbräu ist unser langjähriger Lieferant für die bayerischen Senfkörner aus kontrolliert biologischem Anbau, die wir für unseren Senf benötigen. Auf die Frage, wie für einen Passanten der Unterschied dieses Bio-Ackers zu einem konventionellen Feld erkennbar sei, antwortet Markus Pscheidl, Geschäftsführer von Kramerbräu, scherzhaft: „Des sig‘st ja glei. Der konventionelle hätt‘ kei Unkraut drin.“ und blickt dabei auf Kamille, Mohn- und Kornblumen, die inmitten der Senfpflanzen bunt blühen.

Neben dem Senf-Acker liegt unmittelbar angrenzend die Fläche auf der von Kramerbräu Sonnenblumen angebaut werden, die nach der Senfpflanze blühen werden und deren Öl wir für unsere Mayonnaise verwenden. Beide Äcker werden von Bäumen umrandet. Sogar ein Teich ist in der Nähe, wo sich Insekten und darum auch Frösche tummeln.

Aufstellung der Bienenkästen

Helga und Albrecht vom Bienenhof Pausch haben vor zwei Wochen drei hohe Bienenkästen auf dem Senffeld aufgestellt. Dort ist im Hügel eine flache Stelle, an der die Bienenkästen problemlos nebeneinander Platz haben. Da am Bienenhof Pausch ethische Imkerei betrieben wird, lehnen die Pauschs Maßnahmen ab, bei denen Bienenverluste und tote Bienen bei der Wanderung, das Verstellen des Bienenvolkes an einen anderen Standort, zu erwarten sind: “Wir wandern nur während der Nacht mit den Bienen, da diese dann entspannt und ruhig sind. Am frühen Morgen werden die Bienen wieder am Zielort aufgestellt. Das ist schonend für die Bienen, aber anstrengend für den Imker.“ (Bienenhof Pausch) Da der Teich in der Nähe ist, finden die Bienen hier auch zu trinken. Senf hat keine Nektarien, versorgt die Bienen also mit den Pollen nur mit Eiweiß. Nektar finden die Bienen im angrenzenden Wäldchen. Regelmäßig schauen die Pauschs am Standort nach ihren Bienen.

Die Arbeit der Senfbienen

Vom Flugloch schwärmen die Bienen aus und fliegen die gelb blühenden Senfblüten an. Da hier auf dem Bio-Acker nicht mit Chemie in die Blüte gespritzt wird, ist es möglich, dass nicht erwünschte Insekten die Pflanze befallen. Aber bei jedem Landeanflug schüttelt eine Biene aufgrund ihres Körpergewichts unter anderem den leichten Rapsglanzkäfer aus der Blüte, der ansonsten das Innere der Blüte auffrisst und bei einem Befall für erheblichen Schaden in der Landwirtschaft sorgen kann. Die Biene sorgt durch ihre Bestäubungsleitung außerdem für ein gleichmäßigeres Abblühen der Pflanzen. 30 bis 50 Prozent mehr Ertrag kann durch den gezielten Einsatz der Bienen auf dem Acker erreicht werden. Wir sind also sehr gespannt auf die Ergebnisse und werden im Herbst nach der Ernte darüber berichten.

 

Projekt Senfbiene in den Medien

Wir freuen uns sehr, dass die Medien über unser Projekt berichten! Eine Auswahl der bereits erschienenen Beiträge findest du hier in den Presselinks.

Auch in den sozialen Medien kannst du das Projekt verfolgen. Folge uns auf Instagram und sieh dir unsere Story zum Projekt Senfbiene an.

Alle Beiträge zum Projekt findest du unter dem Hashtag #senfbiene.

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